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QE Bull Market: 3. März 2009 bis 26. Januar 2018?

Ein paar Gedanken zum turbulenten 1. Quartal 2018

Das erste Quartal 2018 geht zu Ende und es ist das wohl turbulenteste seit 2009. Es brachte nach einem Allzeithoch in den USA einen "beinahe"-Crash mit rascher Erholung und nochmaligen "beinahe"-Crash vor einigen Tagen aus Angst, Trump könnte mit seinen Zollplänen das globale Wachstum zerstören. Die Märkte in China und Japan erweisen sich als ziemlich rubust, Deutschland und die Schweiz kennen nur einen Richtung: abwärts. Wie weiter?

Die Frage ist eigentlich sinnlos, da niemand die Kristallkugel in der Hand hat, trotzdem interessant ein paar Szenarien durchzugehen:

1. Das war's: Bullenmarkt vorbei - ein zäher langer Bärenmarkt kommt
Dieser Ansicht ist Tim Knight, ein geschätzter Kollege aus Palo Alto, welcher um 2000 herum die wohl beste Chartsoftware, die es zu dieser Zeit gab, entwickelte und dann an einen grossen Online-Broker verkaufte. Da dieser über die Jahre hinweg nicht die Software in die Richtung weiterentwickelte, wie es Tim wollte, beschloss er letztes Jahr wieder eine eigene Chartanalysesoftware zu programmieren. Sie kann sich schon im ersten Release aus meiner Sicht sehen lassen, obwohl man am Anfang ohne Anleitung wohl verloren ist. Testen Sie es einmal (kostenlos inkl. aller Charts von Kryptowährungen, s. www.slopeofhope.com)! Ich half ihm bei der Rubrik "German Stocks", die ist aber leider noch eine Baustelle.



2. Das beste kommt zuletzt: jetzt Korrektur nutzen
Die Historie zeigt, dass Bullenmärkte typischerweise nicht nur mit sehr hohen Bewertungen und hohem Leverage (wie aktuell) enden, sondern (ähnlich Bitcoin letzten Jahres) in Euphorie mit parabolischen Anstiegen Woche für Woche. Der bekannte Analyst Steve Sjuggerud ist zur Zeit "total bullish" eingestimmt, seiner Meinung zündet der Bullenmarkt in den nächsten Monaten noch den letzten und vielleicht stärksten Turbo. Warum? Eben, weil wir immer in diesem "meist gehassten" Bullenmarkt aller Zeiten immer noch nicht in der Phase "Euphorie" angekommen sind. Zudem sind z.B. China, Japan und die europäischen Märkte noch nicht auf Allzeithoch.

3. Jahr geht turbulent weiter und macht dieses Jahr keine grossen Sprünge
Diese Meinung vertreten, würde ich jetzt grob schätzen, die Mehrheit der Analysten.

Und ich? "Jahr geht turbulent weiter" ist historisch betrachtet die sicherste Prognose. Ist die Volatilität über Wochen so hoch wie in den letzten Monaten, ist eine rasche Beruhigung die unwahrscheinlichste Variante. Darauf hat sich wohl auch (ich habe das letzte Mal vom ETN SVXY berichtet) Proshares bei ihrem Entscheid gestützt. Im Gegensatz zur Credit Suisse ist dieses Produkt ja nicht "zwangsliquidiert" worden. So wie ich vermutet habe, haben sie es aber nicht weiterlaufen lassen. Der Term Sheet wurde geändert und durch einen hohen Cash-Bestand wird der Hebel halbiert. Vernünftig! Aber so ist es nahezu unmöglich, dass Investoren je wieder ihren Verlust wettmachen können.
Ich favorisiere immer noch Variante 2 (siehe Artikel August 2017). Technisch ist der Bullenmarkt aus meiner Sicht noch in Takt, sofern in den nächsten Wochen eine schnelle Erholung mit einem vielleicht euphorischen Mai kommt. Ob sich aber ein Einstieg bzgl. Risk / Reward noch lohnt, ist natürlich eine andere Frage und individuell unterschiedlich zu beantworten. Auf jeden Fall bin ich mit dem jetzigen Setup bzgl. guten Quant-Strategien "super bullisch" - schade, dass die meisten Vehikel dem Kleininvestor nicht zugänglich sind!

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