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Die 12-Top-Fragen für den Do-It-Yourself-Investor

Können Sie gut Französisch? Dann beherrschen Sie wohl den Subjonctif. Sind Sie in Mathe richtig gut? Dann können Sie einem Teenager das Differenzieren erklären. Und als Anleger?

Letzthin wurde ich von drei sehr verschiedenen Personen um einen Anlagetipp gefragt.

Der erste stammte vom Supportmitarbeiter meines Hosters. Er meinte, als er meine Homepage sah, seine Kollegen haben bereits mit Aktien Erfolg und ob ich nicht einen Tipp für ihn hätte (und nannte gleich eine bekannte US-Technologiefirma), er ist da totaler Neuling. Gleich mit einem Aktientipp die Karriere starten? Fehler 1: Der Mann hat keine Ahnung!

Der zweite stammt von einem Kollegen, Ingenieur und Product Manager für eine Finanzsoftware (nein, nicht Avaloq!). Er hätte einen Batzen Geld, der einfach so herumliegt. Jetzt geht es doch mit Aktien nicht mehr so schlecht. Jahre den Batzen Geld am Sparbuch liegen lassen und jetzt einsteigen? Fehler 2: keine Strategie!

Der dritte stammt von einem Volkswirt und Makro-ökonomie-Berater und er meinte, er hätte den Jahrhundert-Bond-Futures-Trade gefunden. Es stellte sich heraus, dass das kompliziert ausgerückt ein millionenfach praktizierter einfacher Standard-Spread-Trade war (short Futures und die Option dagegen schreiben). Er hatte offenbar keinerlei praktische Ahnung vom Future- und Optionshandel. Fehler 3: don’t outsmart the market! (Der gefährlichste Fehler!)

Was hat das nun mit der Überschrift zu tun? Nun wie das letzte Mal erwähnt, möchte ich einen – hoffentlich den besten – regelmässigen Finanzblog jeden Dienstag hier schreiben. Wie obige Beispiele zeigen, ist für mich klar, dass Methodenwissen – also alles was über „ist jetzt XY eine Kaufgelegenheit?“ hinausgeht – ein wesentlicher Bestandteil sein muss. Warum? Weil die meisten „Anleger“ salopp gesagt keine Ahnung haben. Dabei scheitert es aber weniger am Interesse (alle drei obigen Personen hatten Interesse!) als am Angebot.

Vor Jahren organisierte ich eine kleine (Bezahl!) Abendveranstaltung unter inside-paradeplatz-Lesern, und wir hatten bereits mehr Kompetenz an einem Tisch als in einer durchschnittlichen Schweizer Börsensendung. Darauf möchte ich in einer neuen Form aufbauen.

Ob nun ein Follow-Up, eine Vorort-Schulung, eine Online-Konferenz oder ein (Video)Blog: die Hauptüberlegung ist dabei: Welche Fragen müsste man behandeln, um quasi einen Anleger guten Gewissens als „Do-It-Yourself-Investor“ (oder Vermögensberater) auf die Strasse zu schicken?

Ich habe in den letzten Monaten (ja wirklich!) nahezu hundert Fragen, die mich seit Karriereanfang inkl. Tätigkeit als Risk Manager beschäftigt haben, aufgeschrieben, diese kritisch hinterfragt, kombiniert, gesplittet, wieder gestrichen, usw. Weniger seriöse wie z.B. "Warum sind Selbständige und Akademiker die schlechtesten Anleger und Ex-US-Navy-Officers die besten?" oder tendenziöse (Wer braucht Robo-Advisors und an welche zwei Prämissen müssen Sie dabei glauben?) wurden unter einer eigenen Rubrik zum Einstreuen auf später verschoben.
Sehr viele interessante, erst seit wenigen Jahren relevante Fragen habe ich als zu schwierig für den Anfang eingestuft oder würden den Anfangrahmen sprengen. Z.B. könnte man aus Frage 9, 11 und 12 drei eigene Serien machen.

Lange Story kurz: dies sind meine finalen 12 Top-Fragen:

Frage 1: Wem dürfen Sie in Anlagefragen vertrauen? Wer sind die Profis?

Frage 2: Was ist Diversifizierung und wer braucht sie?

Frage 3: Welches sind die 12 wichtigsten ETFs der Welt und warum ist das relevant?

Frage 4: Warum ist Korrelation so wichtig, und wie überprüfen Sie sie periodisch?

Frage 5: Aktien vs. ETFs vs. Funds: wann greifen Sie am besten in welche Kiste?

Frage 6: Aktien, ETF, Obligationen, Funds, Futures, Optionen, Warrants, Strukis, Mini-Futures, CFDs, Wandelanleihen: wie funktionieren sie (grob) und warum kommen die meisten Profis (nach Definition Frage 1) mit genau den für die Banken uninteressantesten vier Produkten aus?

Frage 7: In welche Asset-Klassen kann / soll man investieren? Bonds? Real Estate? Private Equity? Gold? Warum nicht Commodities? Volatilität? Währungen?

Frage 8: Wie und wann bewegt sich ein Kurs und warum (Anlegerpsychologie in 5 Minuten + Wie arbeiten „Quants“ und welche Rolle spielt High Frequency Trading?)

Frage 9: Warum brauchen Sie Grundkenntnisse von Charttechnik aber nicht mehr (Frage 8 gibt die Antwort)?

Frage 10: Welche 3 (+1) Möglichkeiten gibt es an der Börse Geld zu verdienen und welche ist die beste für Sie? Wieviel Zeit haben Sie? Englisch? Computer? Mathe?

Frage 11: Schmerzmitteltherapie – Was machen Sie bei einem Crash? Helfen Puts?

Frage 12: Cost Base Reduction, Optionsstrategien, Earning Trades, Scalping– können Sie diese Begriffe und die Profitmöglichkeiten kurz erklären? Fake or real?

Diese Fragen sollen die Basis bilden für die erste bis Weihnachten andauernde Serie. Zudem möchte ich wöchentlich in einem kleinen Download-Bereich ein nützliches Finanztool oder Hilfsmittel (Excel/PDF) vorstellen. Alles zusammen inkl. IP-Artikel in einen Newsletter verpackt und kostenlos. Wann und wie geht’s los? Tragen Sie sich hier ein und ich informiere Sie! Gleichzeitig haben Sie dann Zugriff auf den Download-Bereich (SSL-geschützt, keine spätere Registrierung mehr notwendig).

Was waren Ihre Holpersteine und Wissenslücken beim Investieren? Hier kommentieren!

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