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"Melt Up" - Die Anti-Crash-These

Was, wenn ich jetzt sagen würde "Aktien sind günstig – kaufen, kaufen!"?

In diesem Fall würden Sie mich als verrückt erklären, nicht wahr? Wenn man aber ein paar Dinge berücksichtigt, ist die Aussage „Aktien sind günstig“ zwar wirklich absurd, aber die Schlussfolgerung „kaufen“ nicht so abstrus. Warum?

1. Investoren haben Angst
Praktisch jeden langfristigen Anleger erwischte es in den letzten 15 Jahren zweimal eiskalt. Das prägt. Seitdem werden mehr „Ausreden“ gesucht, nicht in Aktien zu investieren als zu investieren. Und die letzten acht Jahre lieferten unzählige gute Gründe. Ohne Nullzinspolitik würde die Aktienquote wohl schnell wieder deutlich reduziert werden. An jeder Veranstaltung hört man (nicht ganz uneigennützig) Vermögensverwalter klagen: wenn doch meine Kunden mehr in Aktien / Fonds investieren würden! Die unglaubliche Rallye ist eine verhasste und von Institutionellen und Profis geprägt, die – solange Maschine und Kredit laufen – keinen Grund haben, zu verkaufen.

2. Bullenmärkte geben nicht so schnell auf
Abseits von den amerikanischen Märkten haben viele internationalen Märkte und insbesondere in der Schweiz der SMI sich Richtung Allzeithoch hinbewegt, aber der erste Versuch (so gegen Juni, Juli) ist deutlich gescheitert. Eine Aufgabe gleich nach dem ersten Versuch ist äusserst selten.

3.Und wenn es jetzt in Nordkorea krachen würde?
Die Wirkung von politischen News auf die Aktienmärkte wird von den Anlegern meist stark überschätzt. Würden Sie dann den iphone-Kauf verschieben oder auf Starbucks-Kaffee verzichten?

Historisch gesehen können in Phasen mit tiefer Volatilität und geringem Volumen (eben wie jetzt) merkwürdige Sachen passieren, und ein „Melt Up“ – also ein förmliches Explodieren der Kurse in Richtung Norden – liegt durchaus noch drinnen. Kurzum: freuen Sie sich, wenn die Märkte jetzt sich konsolidieren oder korrigieren, aber behalten Sie das „Melt Up“ Szenario im Hinterkopf (das z.B. die Bilanz von der SNB nochmals schlagartig vergrössern und vermutlich EURUSD nochmals in den Keller schicken würde). Fortsetzung folgt (am Dienstag in einem leicht geänderten Format).

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