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Ist Longterm-Investor ein Blog?

Ja, auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Blog und liest sich wie ein Blog. Es ist aber nichts anderes als der Auszug aus einer Investment-Datenbank, die verschiedene Statements von Persönlichkeiten von Marc Faber bis George Soros sammelt, mit eigenen Statements anreichert und in einer Gesamtinvestmentstrategie abbildet. Wenn man so will ein "Hedge-of-Hedge Fund anerkannter Contrarians"

Ist Longterm-Investor ein Newsletter?

Ja, der Monatsbericht. Er ist sozusagen ein monatlicher "Snapshot" mit dem Ziel, dem interessierten Investor monatlich eine Richtlinie zu geben. Er soll auf den ersten Blick sehen, wie die Dinge stehen und bei Interesse beliebig tief sich vertiefen können.

Warum die Verifizierung bereits vergangener Statements?

Es werden fortlaufend aus meiner Sicht interessante und relevante Statement, vorwiegend aber nicht nur von bekannenten "Contrarians", nach Investment-Thema und Zeithorizont kategorisiert und einem konkreten Investmentprodukt zugeordnet. Bei der Verifikation am Ende des Zeithorizonts geht es nicht darum andere Investoren oder mich selbst schlecht zu machen, sondern es wird mit der Verifikation der Zwang auferlegt, periodisch nach fixen Regeln Statements zu überprüfen und emotionslos Rechenschaft abzulegen. Eine Fähigkeit die uns Menschen nicht leicht fällt.

Wie sehen Monats-Statements aus?

Das allerwichtigste bei der Gestaltung war für mich eine glasklare Struktur. Es geht einzig und allein um Information. Wer eine amüsante Lektüre sucht oder die grossen volkswirtschaftlichen Zusammenhänge verstehen will, ist hier falsch aufgehoben. Wenn Sie so wollen, ist es das 180-Grad-Gegenteil des ehemaligen Wegelin-Newsletters. Als Struktur wählte ich eine Matrix mit den verschiedenen Assets und dem Zeithorizont (langfristig, mittelfristig, kurzfristig). Der Teil Langfristig erfährt nur selten grössere Änderungen, der Teil „kurzfristig“ ist im Wesentlichen eine Performanceübersicht von konkreten Titeln (meist ETFs über Regionen, Branchen oder Rohstoffe).

Wie sieht die Datenbank aus?

Die Ausgangsfrage ist „Welche Informationen brauche ich als Investor, um mit wenig Zeitaufwand gute Entscheide treffen zu können?“. Am einfachsten wäre es, einer Informationsquelle stur folgen zu können. Aber welcher? Ich fing an eine Datenbank aufzubauen und verschiedene Aussagen zu formulieren und zu bewerten. Analystenmeinungen? Sind erwiesenermassen nutzlos bis kontraproduktiv (hinken dem Markt hinterher, viel Kaufempfehlungen, kaum Verkaufsempfehlungen) – das konnte ich mit meiner (nicht öffentlich verfügbaren) Datensammlung aus den Jahren 2009 bis 2011 sehr klar quantifizieren. Klassisches Fond Management funktioniert im Allgemeinen auch nicht (auf lange Sicht schlagen die allermeisten ETFs den ihnen entsprechenden Fond) und mit rein technischer Analyse kommt man auch nicht weit. Der einzige Ansatz, der erwiesenermassen funktioniert, ist der eines „Contrairians“. Breit diversifiziert billige Assets ausfindig machen, kaufen und irgendwann mal teuer verkaufen. Hierfür gilt es ein Gefühl zu entwickeln und Longterm-Investor ist ein mögliches Tool dazu – eine Datenbank, welche seit Ende 2009 aufgebaut wurde. Allerdings sind aus verschiedenen Überlegungen heraus, nicht alle Elemente freizugänglich.

Warum keine Aussagen von Banken und klassischen Vermögensberatern?

Bankenempfehlungen, 0815 Börsenanalysten etc. verfolge ich nicht. Aber auch die meisten Monatskommentare sind recht einfach gestrickt und enstrechen nicht meinem Ansatz. Es ist erstaunlich, wie wenig Beachtung Nischenmärkten und alternativen Anlageklassen geschenkt werden. Ende der 90er sprach alles von Aktien. Heute wissen wir, dass man zwischen 2001 und 2011 mit SMI-Aktien rund 33% verloren hätte (mit Bankaktien viel mehr!) und mit Edelmetallen 500% gewonnen hätte. Zitat aus der damaligen Zeit "Gold gehört an den Ring der Frau".

Wie treffsicher sind "Gurus"?

Kurzum, erstaunlich gut. Das zeigen auch die Analyse der letztjährigen Barron's Roundtable und die Verifikationen in Longterm-Investor. Aber auch hier ist Skepsis angebracht – Tipps sind das eine, diese in konkrete Transaktionen umzumünzen und auch wieder rechtzeitig auszusteigen, ist kein Selbstläufer.

Wer steht hinter Longterm-Investor?

Ich persönlich. Es ist das Resultat aus einer mehrjährigen Analyse. Als Informatiker liebe ich klare Strukturen, mit volkswirtschaftlichen Themen versuche ich mich zurückzuhalten. Der Ansatz ist somit konträr zu 99% der gängigen Newsletter / Publikationen.

Wer sollte investieren?

Grundsätzlich jeder, der die „Kunst des Klaren Denkens“ (Titel des sehr empfehlenswerten Buchs vom getAbstract-Gründer Rolf Dobelli) beherrscht und sich ein wenig Zeit nimmt. Auf den Punkt gebracht, geht es darum, Informationen richtig zu strukturieren, zu interpretieren und in ein „Big Picture“ zu stellen. 99.9% Informationen sind für einen Longterm-Investor vollkommen irrelevant. Ich publiziere alle paar Tage ein Statement – aber am Ende des Monats den Monatsbericht zu lesen reicht. Es gibt extrem selten wirklich relevante Ereignisse, die meisten gehören zum Grundrauschen. Longterm-Investor ist ein möglicher Ansatz, vielleicht sogar ein falscher. Aber dem Massentrend folgend verliert man per Definition Geld. Einzelkämpfer, Querulanten, Skeptiker, sie sind alle überdurchschnittlich geeignet. Genauso wie Mathematiker, Informatiker, Ingenieure. Sie wissen, dass in aller Regel Systeme fehlerhaft sind. Traditionell gehen aber genau diejenigen ins Banking, die schon in der Schule lieber Referate gehalten haben statt in Chemie oder Mathematik unabhängig und selbständig Aufgaben zu lösen.

Welche sonstigen Inhalte finden sich auf dem Portal?

Zur Zeit eine in dieser Form einmalige Auswertung der Commitments of Traders (CoT)-Daten, zudem als Versuchsprojekt die konkreten Trades von Gregory Mannarino - einem privaten Trader und Publizist, und noch vieles mehr in der Pipeline. Es sollten Informationen sein, die man in dieser Form sonst nirgendwo findet.